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    <title>Exil</title>
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    <item>
  <title>Tadeus Reichstein (1897-1996), Chemiker und Farnspezialist</title>
  <link>https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/131</link>
  <description>
&lt;span&gt;Tadeus Reichstein (1897-1996), Chemiker und Farnspezialist&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;&lt;span lang="" about="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/user/16" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="" xml:lang=""&gt;ottavio.clavuot&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;Wed, 06/01/2022 - 09:48&lt;/span&gt;

      &lt;div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Was haben ein Dopingskandal beim Wunder von Bern, eine Hölle in Jena, die Apotheke eines Onkels, die Judenpogrome von 1905, ein Nobelpreis, das MNG, 30 Hormone der Nebennierenrinde und Farne miteinander zu tun? &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Das ist ein Text über Tadeus Reichstein. Wer? &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Tadeus Reichstein war 1912-16 Schüler der &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/17"&gt;Industrieschule&lt;/a&gt; (heute MNG &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/31"&gt;Rämibühl&lt;/a&gt;). Er war ein bedeutender, 1914 eingebürgerter Schweizer Chemiker, der erst mit den Nobelpreisträgern Hermann Staudinger (1881-1965) und Leopold Ružička (1887-1976) an der &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/97"&gt;ETH&lt;/a&gt; und später als Leiter des Pharmazeutischen (ab 1938) wie auch des Organisch-Chemischen Instituts der Universität Basel (ab 1960) bedeutende Arbeit auf dem Gebiet der Naturstoffe geleistet hat, wofür er 1950 selber mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet worden ist. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;An dieser Stelle dürfte man jetzt eine Darstellung seines Werdegangs erwarten – das Fliehen vor antisemitischer Gewalt in Kiew und das Heimatfinden in Zürich ab 1906, eine Auflistung der akademischen Stationen, abgeschlossen von einer Würdigung seines Schaffens. Ich schreibe «dürfte», denn wie soll man einem so ereignisreichen Leben mit einem so kurzen Text gerecht werden. Allein für eine angemessene Darstellung seiner Synthese von Vitamin C im Jahr 1933 oder seiner umfassenden Erforschung der Steroide wäre eine Doppelseite kaum ausreichend. Und da wären die weitreichenden medizinischen (Bsp.: Cortison), industriellen (Biotechnologische Grossproduktion) und gesellschaftlichen (Dopingskandal 1954 und Vitamanie) Folgen noch nicht einmal mit drin.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2022-06/Reichstein%20Labor.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Reichstein Labor"}" role="button" title="Reichstein Labor" data-colorbox-gallery="gallery-image-505-i6fAx8TNg74" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Reichstein Labor"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2022-06/Reichstein%20Labor.jpg?itok=GblfAc_G" width="1090" height="664" alt="Reichstein Labor" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Als man im Labor noch Krawatte trug. Reichstein stellt Vitamin C aus Traubenzucker her. Die von ihm entwickelte fünfstufige Synthese ist noch heute die Grundlage jeder grosstechnischen Herstellung von Vitamin C.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Ich möchte den Fokus stattdessen auf einen Begriff legen, welcher sich wie ein roter Faden durch die autobiographischen Kommentare Reichsteins zieht – das Glücklichsein. Als Kind sei er nirgendwo so glücklich gewesen, wie wenn er in der Apotheke seines Onkels dabei helfen durfte, Pillen zu drehen oder Sirupe zu kochen. Reichstein war sich sicher, dass es diese Beschäftigung war, die in ihm diese unbändige naturwissenschaftliche Neugier entfachte, die ihn ein ganzes Leben lang treu begleiten sollte. Sein Augenmerk lag nicht auf dem schrecklichen Anblick der Pogromopfer oder seiner eigenen Hölle von Jena, wo der schmächtige Tadeus als Internatsschüler unter den körperlichen Züchtigungen der Lehrer litt, sondern auf der glücklichen Kindheit, die folgte, als er mit seiner Familie in Zürich wiedervereint war. Er beklagte nicht, dass er trotz eines ausgezeichneten Diploms in chemischen Ingenieurwissenschaften von der ETH erst nur eine Stelle in einer kleinen Taschenlampen-Firma in Rorschach finden konnte. Vielmehr betonte er, dass dies eine der glücklichsten Zeiten seines Lebens gewesen sei, da er mit dem Geld seine durch den Weltkrieg finanziell in Nöte geratene Familie entlasten konnte. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2022-06/Reichstein%20VitaminC.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Reichstein Vitamin C"}" role="button" title="Reichstein Vitamin C" data-colorbox-gallery="gallery-image-506-i6fAx8TNg74" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Reichstein Vitamin C"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2022-06/Reichstein%20VitaminC.jpg?itok=8lJObMrD" width="1090" height="345" alt="Reichstein Vitamin C" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Fünfstufige Synthese von Vitamin C aus Glucose: a) Reduktion mit Nickel, b) Dehydrierung mittels Fermentation durch Acetobacter, c) Schutzgruppen-gestützte Oxidation mit Permanganat, d) säurekatalysierter Ringschluss.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Es ist bezeichnend, dass dieser so vielseitig am Leben interessierte Mensch auch die Zeit nach seiner Emeritierung dazu nutzte, seiner Neugier zu frönen. Reichsteins Garten im Bruderholz war weithin als botanisches Paradies bekannt. Und wie es sich für einen wahren Forschergeist gehört, konnte es nicht ausschliesslich beim Gärtnern bleiben. Von seiner Pensionierung 1967 bis zu seinem Tod 1997 im Alter von 99 Jahren veröffentlichte Reichstein noch 100 Arbeiten zur Systematik, Chemotaxonomie, Cytologie und Micromorphologie der Farne. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Fazit: Ist sich ein Mensch seiner selbst bewusst – seiner Fähigkeiten, seiner Schwächen, seiner Leidenschaften – vermögen ihn noch so viele Umwege und Hindernisse nicht von einem glücklichen und erfüllten Leben abzuhalten. R.O.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;
  
  &lt;div class="field field--name-field-ober-und-ordnungsbegriffe field--type-entity-reference field--label-above"&gt;
    &lt;div class="field--label"&gt;Ober- und Ordnungsbegriffe&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/342" hreflang="en"&gt;Alumni und Unterrichtende der Kantonsschulen Rämibühl&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/275" hreflang="en"&gt;Bildung, Wissenschaft &lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/282" hreflang="en"&gt;Exil&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/289" hreflang="en"&gt;Gesundheit, Hygiene&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;/div&gt;
      &lt;/div&gt;
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  <pubDate>Wed, 01 Jun 2022 14:48:59 +0000</pubDate>
    <dc:creator>ottavio.clavuot</dc:creator>
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    </item>
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  <title>August Bebel (1840-1913), Sozialistenführer und Unternehmer</title>
  <link>https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/99</link>
  <description>
&lt;span&gt;August Bebel (1840-1913), Sozialistenführer und Unternehmer&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;&lt;span lang="" about="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/user/16" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="" xml:lang=""&gt;ottavio.clavuot&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;Fri, 01/28/2022 - 05:06&lt;/span&gt;

      &lt;div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;In Deutz bei Köln in ärmlichen Verhältnissen geboren und früh Vollwaise, erlernte August Bebel 1854-57 in Wetzlar das Drechslerhandwerk. Zu Beginn der Walz trat er 1858 dem &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/89"&gt;„Katholischen Gesellenverein“&lt;/a&gt; bei. 1860 liess er sich in Leipzig nieder, wo er sich im 1861 gegründeten „Gewerblichen Bildungsverein“ und in der liberal-demokratischen Arbeiterbewegung engagierte. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2022-01/440px-Wanderbuch_bebel_0.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Gesellenbüchlein August Bebels"}" role="button" title="Gesellenbüchlein August Bebels" data-colorbox-gallery="gallery-image-402-eJ5AOIzfpT0" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Gesellenbüchlein August Bebels"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2022-01/440px-Wanderbuch_bebel_0.jpg?itok=RZPDUeGt" width="440" height="637" alt="Gesellenbüchlein August Bebels" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;August Bebels Wanderbüchlein des „Katholischen Gesellenvereins“.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Die Begegnung mit Wilhelm Liebknecht (1826-1900), der in London von Karl Marx und Friedrich Engels beeindruck worden war, brachte 1865 Bebels Hinwendung zum politischen Sozialismus. Zusammen mit Liebknecht &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;gründete er 1869 die Sozialdemokratische Arbeiterpartei&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;, die sich 1875 mit dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP, seit 1890 SPD) &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;vereinigte. Als Redner, Autor und Mitglied des Deutschen Reichstags entwickelte sich Bebel während der &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Geltung des Bismarckschen Sozialistengesetzes 1878-90 &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;zum Führer der deutschen Sozialdemokratie – eine Stellung, die 1892 durch seine Wahl zu einem der beiden Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Anerkennung finden sollte. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2022-01/440px-Arbeiterbew.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Väter der Arbeiterbewegung"}" role="button" title="Väter der Arbeiterbewegung" data-colorbox-gallery="gallery-image-401-eJ5AOIzfpT0" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Väter der Arbeiterbewegung"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2022-01/440px-Arbeiterbew.jpg?itok=LUmWa3rF" width="440" height="506" alt="Väter der Arbeiterbewegung" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Gründer und Kämpfer der sozialdemokratischen Partei: Im Zentrum Karl Marx, oben August Bebel und Wilhelm Liebknecht, unten Carl Wilhelm Tölcke und Ferdinand Lasalle. &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Während des Verbots der ausserparlamentarischen politischen Arbeit nutzten die deutsche Sozialdemokratie und ihre Exponenten Zürich als rückwärtigen Stützpunkt. Bebel und Liebknecht schlugen vor, das Parteiblatt im Verlag des Schweizerischen Arbeiterbundes der „Schweizerischen Vereinsbuchdruckerei &amp; Volksbuchhandlung“ herauszugeben. So erschien „Der Sozialdemokrat“ unter der Redaktion Eduard Bernsteins (1850-1932) seit 1879 in &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/63"&gt;Hottingen&lt;/a&gt; – 1882-88 an der Kasinostrasse 3. Hier wurde auch Bebels in Deutschland verbotenes Buch „Die Frau und der Sozialismus“ 1879 gedruckt. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2022-01/august%20bebel.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"August Bebel"}" role="button" title="August Bebel" data-colorbox-gallery="gallery-image-403-eJ5AOIzfpT0" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"August Bebel"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2022-01/august%20bebel.jpg?itok=Wo8f_Vyz" width="728" height="980" alt="August Bebel" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Schweizer Illustrierte mit Porträt August Bebels anlässlich seines Todes.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Nach der Aufhebung des Sozialistengesetzes hielt sich Bebel immer wieder in Zürich auf, wohin seine Tochter Frieda 1891 geheiratet hatte. Der seit 1864 auch als Unternehmer erfolgreiche Bebel liess 1897 als Zürcher Absteige &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;die „Villa Julie“ (Seestrasse 176) in Küsnacht &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;bauen. Ab 1912 war er häufiger Gast bei seiner verwitweten Tochter und seinem Enkel im „Schanzenberg“ an der Rämistrasse. Nach seinem Tod w&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;ährend eines Kuraufenthalts der drei in Passugg am 13. August 1913, nahm vier Tage später der bis dahin grösste Trauerzug in Zürich beim &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/79"&gt;„Schanzenberg“&lt;/a&gt;, wo sich etwa 15‘000 Menschen versammelten hatten, seinen Anfang. Nach einem Zwischenhalt beim Volkshaus, wo gegen 50‘000 Personen am aufgebahrten Bebel vorbei defilierten, wurde der Sarg in feierlichem Umzug zum Friedhof Sihlfeld gebracht.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;O.C.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;
  
  &lt;div class="field field--name-field-ober-und-ordnungsbegriffe field--type-entity-reference field--label-above"&gt;
    &lt;div class="field--label"&gt;Ober- und Ordnungsbegriffe&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/266" hreflang="en"&gt;Arbeiterbewegung (Vereinigungen, Parteien, Philanthropie) &lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/282" hreflang="en"&gt;Exil&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/329" hreflang="en"&gt;Sozialismus&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;/div&gt;
      &lt;/div&gt;
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  <pubDate>Fri, 28 Jan 2022 10:06:43 +0000</pubDate>
    <dc:creator>ottavio.clavuot</dc:creator>
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    </item>
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  <title>Peter Szondi (1929-1971), Literaturwissenschaftler</title>
  <link>https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/67</link>
  <description>
&lt;span&gt;Peter Szondi (1929-1971), Literaturwissenschaftler&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;&lt;span lang="" about="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/user/25" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="" xml:lang=""&gt;christian.villiger&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;Sun, 09/05/2021 - 09:25&lt;/span&gt;

      &lt;div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Peter Szondi (1929-1971) war einer der einflussreichsten Literaturwissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Szondi studierte in Zürich Germanistik bei Emil Staiger und wurde später Professor in Berlin. Nach dem Abschluss seiner Doktorarbeit (der rasch berühmt werdenden &lt;em&gt;Theorie des modernen Dramas&lt;/em&gt;) arbeitete Szondi von 1955 bis 1959 als Lehrer unter anderem am &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/17"&gt;Literargymnasium&lt;/a&gt;. Er wohnte zu dieser Zeit in unmittelbarer Nähe zur Schule an der Florhofgasse 3.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Szondi in einem Brief an seinen guten Freund Ivan Nagel über seine Tätigkeit als Lehrer (13. September 1957):&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt; &lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;«Ich habe jetzt im Herbstquartal […] an der Neuen Schule 17, am Literargymnasium 4 Wochenstunden. Letztere bereiten mir immer mehr Freude, die Buben sind gescheit, fleissig und bereit, die Mischung aus Unterricht und Cabaret, die ich ihnen serviere, anzunehmen.»&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Das LG war damals eine reine Knabenschule.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-09/Szondi.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Peter Szondi 1962"}" role="button" title="Peter Szondi 1962" data-colorbox-gallery="gallery-image-259-6Dj4QoyKPXs" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Peter Szondi 1962"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-09/Szondi.jpg?itok=GLOgPoxN" width="533" height="697" alt="Peter Szondi 1962" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Im selben Brief beschreibt er auch seine kleine Wohnung an der Florhofgasse:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt; &lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;«Ich wohne seit dem 1. September in einem Einzimmerappartement – wie das Zeug in Zürich heisst – also ein Zimmer mit separatem Badezimmer und Kochnische, die allerdings auch einen Eisschrank einschliesst. Also alles, was ich brauche, um völlig unabhängig zu sein, dazu sehr hübsch und auch sehr gut gelegen: an der Florhofgasse, […] unterhalb der Kantonsschule, beim Konservatorium. Das Fenster schaut auf zwei hübsche Barockhäuser, wenn ich morgens aufsteh, scheint mir, ich sei in einem Salzburger Hotelzimmer.»&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Szondi wurde in Budapest als Sohn des berühmten Psychoanalytikers Leopold Szondi geboren. Unter der deutschen Besatzung Ungarns geriet die assimilierte jüdische Familie Szondi zunehmend in Gefahr, in ein Konzentrationslager deportiert zu werden. Sie wurde jedoch ausgewählt, im sogenannten Kasztner-Zug mitzufahren und so in Sicherheit gebracht zu werden. Rudolf Kasztner, ein jüdischer Anwalt, hatte mit den Nazis (genauer: mit dem Sonderkommando Eichmann) in geheimen Verhandlungen ausgehandelt, dass 1685 Juden aus Ungarn ins sichere Ausland auswandern dürfen. Im Gegenzug erhielten die Nazis Geld und Schmuck. Der von der SS beaufsichtigte Zug verliess Budapest Ende Juni 1944, gelangte aber zunächst nur bis zum Konzentrationslager Bergen-Belsen, wo die Szondis fünf Monate bleiben mussten. Trotz der gegenüber anderen Lagerinsassen privilegierten Situation als „Austauschjuden“ war es eine zutiefst demütigende und traumatisierende Erfahrung. Im Dezember 1944 gelangten die sogenannten „Kasztner-Juden“ schliesslich doch noch in die Schweiz. Die Schuldgefühle gegenüber den vielen, die den Holocaust nicht überlebt haben, werden Szondi sein ganzes Leben beschäftigen. Sie dürften wesentlich mitverantwortlich gewesen sein für seinen Suizid im Alter von 42 Jahren.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Peter Szondi ist auf dem Friedhof Fluntern in Zürich begraben. Eine unweit davon gelegene Wegverbindung heisst seit 2005 zur Erinnerung an ihn und seinen Vater «Szondiweg». An der Krähbühlstrasse 30 steht noch immer das von seinem Vater gegründete «Szondi-Institut» für Tiefenpsychologie und Schicksalsanalyse. C.V.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;
  
  &lt;div class="field field--name-field-ober-und-ordnungsbegriffe field--type-entity-reference field--label-above"&gt;
    &lt;div class="field--label"&gt;Ober- und Ordnungsbegriffe&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/342" hreflang="en"&gt;Alumni und Unterrichtende der Kantonsschulen Rämibühl&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/282" hreflang="en"&gt;Exil&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/309" hreflang="en"&gt;Literatur, Dichtung&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/316" hreflang="en"&gt;Nationalsozialismus&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/324" hreflang="en"&gt;Psychologie&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;/div&gt;
      &lt;/div&gt;
</description>
  <pubDate>Sun, 05 Sep 2021 14:25:25 +0000</pubDate>
    <dc:creator>christian.villiger</dc:creator>
    <guid isPermaLink="false">67 at https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web</guid>
    </item>
<item>
  <title>Wohnhaus „Zum Thaleck“, Zeltweg 27</title>
  <link>https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/63</link>
  <description>
&lt;span&gt;Wohnhaus „Zum Thaleck“, Zeltweg 27&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;&lt;span lang="" about="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/user/16" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="" xml:lang=""&gt;ottavio.clavuot&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;Mon, 08/16/2021 - 07:57&lt;/span&gt;

      &lt;div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Der spätklassizistische, urbane Eckbau an der Einmündung der Gemeindestrasse in den Zeltweg ist 1867 im Zuge der &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/30"&gt;Stadterweiterung&lt;/a&gt; des mittleren 19. Jahrhunderts entstanden. Die Wirtschaft „Thaleck“ im Erdgeschoss war Treffpunkt der Sozialdemokraten. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-08/P1020897.JPG" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Wohnhaus "Zum Thaleck""}" role="button" title="Wohnhaus "Zum Thaleck"" data-colorbox-gallery="gallery-image-249-N8SQU9rfBrw" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Wohnhaus "Zum Thaleck""}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-08/P1020897.JPG?itok=zoA_WE0e" width="1090" height="975" alt="Wohnhaus "Zum Thaleck"" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Wohnhaus "Zum Thaleck" mit dem gleichnamigen Restaurant um 1910.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Hier diskutierten sowohl Vertreter der einheimischen Sozialisten, wie &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/100"&gt;Karl Bürkli&lt;/a&gt; (1823-1901) und Hermann Greulich (1842-1925, seit 1867 in Zürich), als auch wegen&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt; Bismarcks Sozialistengesetzen 1878-90 im Exil lebende deutsche Sozialdemokraten, wie &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/99"&gt;August Bebel&lt;/a&gt; und Eduard Bernstein (1850-1932), ausserdem der 1880-82 in Zürich weilende Österreicher Karl Kautsky (1854-1938). &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;In Hottingen erschien seit 1879 &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;– ab 1882 an der Kasinostrasse 3 – auch &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;„Der Sozialdemokrat“, das Parteiblatt der deutschen Sozialdemokratie&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;. In der Wohnung im 1. Obergeschoss verbrachte der Dichter &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/62"&gt;Gottfried Keller&lt;/a&gt;, kein Freund der Sozialisten, 1882-90 seine letzten Lebensjahre. Seit 1924 war hier die Leihbibliothek des &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/24"&gt;„Lesezirkels Hottingen“&lt;/a&gt; untergebracht&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;bis zu dessen Auflösung 1941&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;. Gegründet 1882, um breiteren Kreisen Neuerscheinungen der Literatur, Kunst und Wissenschaft zugänglich zu machen, bot der Lesezirkel Lesemappen mit Illustrierten und literarischen Zeitschriften an und betrieb eine Leihbibliothek. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-12/P1040281%20%282%29.JPG" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Gemeindestrasse 4 Lesezirkel-Haus"}" role="button" title="Gemeindestrasse 4 Lesezirkel-Haus" data-colorbox-gallery="gallery-image-316-N8SQU9rfBrw" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Gemeindestrasse 4 Lesezirkel-Haus"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-12/P1040281%20%282%29.JPG?itok=uARGZ39E" width="1090" height="776" alt="Gemeindestrasse 4 Lesezirkel-Haus" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Lesemappenverteiler vor dem, dem "Thaleck" benachbarten Haus Gemeindestrasse 4, in dem bis 1924 die Bibliothek des Lesezirkels untergebracht war. Foto 1907. &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;1887/88 veranstaltete er den ersten Vortragszyklus und seit 1896 Abende für Literatur und Kunst, an denen prominente Autoren, wie z.B. Thomas Mann, Heinrich Mann, Hugo von Hofmannsthal oder Rainer Maria Rilke lasen, aber auch musikalische Stücke zur Aufführung gelangten, wie etwa 1924 „L‘ histoire du soldat“ von Charles Ferdinand Ramuz und Igor Strawinsky. Gesellschaftliche Ereignisse waren die pompösen Kostümfeste des Lesezirkels in der Tonhalle, im &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/38"&gt;Grand Hotel Dolder&lt;/a&gt; und im Baur au Lac. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;O.C.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-12/P1040285%20%282%29.JPG" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Lesezirkel Hottingen Besucher"}" role="button" title="Lesezirkel Hottingen Besucher" data-colorbox-gallery="gallery-image-317-N8SQU9rfBrw" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Lesezirkel Hottingen Besucher"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-12/P1040285%20%282%29.JPG?itok=EWoa7i2r" width="1090" height="1513" alt="Lesezirkel Hottingen Besucher" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Zusammenstellung von Einträgen ins Gästebuch des Lesezirkels.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;
  
  &lt;div class="field field--name-field-ober-und-ordnungsbegriffe field--type-entity-reference field--label-above"&gt;
    &lt;div class="field--label"&gt;Ober- und Ordnungsbegriffe&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/282" hreflang="en"&gt;Exil&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/302" hreflang="en"&gt;Klassizismus&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/309" hreflang="en"&gt;Literatur, Dichtung&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/311" hreflang="en"&gt;Mietshaus&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/329" hreflang="en"&gt;Sozialismus&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;/div&gt;
      &lt;/div&gt;

            &lt;div class="field field--name-field-zur-karte field--type-text-long field--label-hidden field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="../../node/69.html"&gt;Zur Karte&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
      </description>
  <pubDate>Mon, 16 Aug 2021 12:57:59 +0000</pubDate>
    <dc:creator>ottavio.clavuot</dc:creator>
    <guid isPermaLink="false">63 at https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web</guid>
    </item>
<item>
  <title>Georg Büchner (1813-1837), Dramatiker und Dichter </title>
  <link>https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/48</link>
  <description>
&lt;span&gt;Georg Büchner (1813-1837), Dramatiker und Dichter &lt;/span&gt;

&lt;span&gt;&lt;span lang="" about="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/user/1" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="" xml:lang=""&gt;admin&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;Sun, 06/06/2021 - 21:34&lt;/span&gt;

      &lt;div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;Dichter, Naturwissenschaftler, Mediziner und Revolutionär – das Multitalent Georg Büchner verbrachte die letzten vier Monate seines Lebens in Zürich. &lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-06/Bu%CC%88chner_Portra%CC%88t_0.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Georg Büchner"}" role="button" title="Georg Büchner" data-colorbox-gallery="gallery-image-199-eJ5AOIzfpT0" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Georg Büchner"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-06/Bu%CC%88chner_Portra%CC%88t_0.jpg?itok=MPvHZdKD" width="435" height="575" alt="Georg Büchner" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Georg Büchner nach einer Illustration einer französischen Werkausgabe von 1879.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;Ende Oktober 1836 schreibt die Mutter, Caroline Büchner, in einem Brief an ihren Sohn: &lt;/p&gt;

&lt;div class="align-center"&gt;
  
  
  &lt;div class="field field--name-field-media-audio-file field--type-file field--label-visually_hidden"&gt;
    &lt;div class="field--label sr-only"&gt;Audio file&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;audio controls="controls"&gt;&lt;source src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-06/Bu%CC%88chner_Mutter_Georg%20%28online-audio-converter.com%29_0.mp3" type="audio/mpeg"&gt;&lt;/source&gt;&lt;/audio&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;Über seinen neuen Aufenthaltsort schreibt Büchner in seiner Antwort an die Eltern: &lt;/p&gt;


&lt;p&gt;«Was das politische Treiben anlangt, so könnt Ihr ganz ruhig sein. Laßt euch nur nicht durch die Ammenmährchen in unseren Zeitungen stören. Die Schweiz ist eine Republik, und weil die Leute sich gewöhnlich nicht anders zu helfen wissen, als daß sie sagen, jede Republik sei unmöglich, so erzählen sie den guten Deutschen jeden Tag von Anarchie, Mord und Todtschlag. Ihr werdet überrascht sein, wenn ihr mich besucht; schon unterwegs überall freundliche Dörfer mit schönen Häusern, und dann, je mehr Ihr Euch Zürich nähert und gar am See hin, ein durchgreifender Wohlstand; Dörfer und Städtchen haben ein Aussehen, wovon man bei uns keinen Begriff hat. Die Straßen laufen hier nicht voll Soldaten, Accessisten und faulen Staatsdienern, man riskirt nicht von einer adligen Kutsche überfahren zu werden; dafür überall ein gesundes, kräftiges Volk, und um wenig Geld eine einfache, gute, rein republikanische Regierung, die sich durch eine Vermögenssteuer erhält […].» &lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Im November 1836 wird Büchner ins Verzeichnis der politischen Flüchtlinge aufgenommen – seine provisorische Aufenthaltsbewilligung gilt aber nur bis Mai 1837. Büchner hält seine Probevorlesung über Schädelnerven und wird in der Folge Privatdozent der &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/96"&gt;Zürcher Hochschule&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Am 18. Dezember 1836 schreibt der Vater Ernst Büchner an seinen Sohn:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;div class="align-center"&gt;
  
  
  &lt;div class="field field--name-field-media-audio-file field--type-file field--label-visually_hidden"&gt;
    &lt;div class="field--label sr-only"&gt;Audio file&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;audio controls="controls"&gt;&lt;source src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-06/Bu%CC%88chner_Vater_Georg_0.mp3" type="audio/mpeg"&gt;&lt;/source&gt;&lt;/audio&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Bis im Januar 1837 vollendet Büchner das Lustspiel «Leonce und Lena» und arbeitet an «&lt;/span&gt;Woyzeck&lt;span&gt;». &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Am 23. Januar entdeckt Büchner eine Anzeige im «Zürcherischen Wochenblatt»:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;em&gt;«Man wünscht einen oder zwei Herren oder Frauenzimmern ein frohmütiges geheiztes Zimmer sammt Kost, à 3 fl. 20 pr. Woche zu übergeben, ganz nahe an der Stadt in Hottingen No. 158.»&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Diese Adresse liegt an der heutigen &lt;/span&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/26"&gt;Wolfbachstrasse 29&lt;/a&gt;&lt;span&gt;. Büchner mietet das Zimmer und schreibt an seine Verlobte Wilhelmine «Minna» Jaeglé: &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;em&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;«Das Haus steht nicht weit vom See, vor meinen Fenstern die Wasserfläche und von allen Seiten die Alpen, wie sonnenglänzendes Gewölk.»&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Ausserdem bringt Büchner seine Sehnsucht nach der Verlobten zum Ausdruck, wenn er schreibt:&lt;em&gt; &lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;em&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;«Du kommst bald? mit dem Jugendmuth ist’s fort, ich bekomme sonst graue Haare, ich muß mich bald wieder an Deiner inneren Glückseligkeit stärken und Deiner göttlichen Unbefangenheit und Deinem lieben Leichtsinn und all Deinen bösen Eigenschaften, böses Mädchen. Adio piccol[a] mia!»&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt; &lt;/p&gt;

&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;div class="align-center"&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-06/Bu%CC%88chner_Minna%20Jaegle%CC%81_1830.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Minna Jaeglé"}" role="button" title="Minna Jaeglé" data-colorbox-gallery="gallery-image-200-eJ5AOIzfpT0" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Minna Jaeglé"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-06/Bu%CC%88chner_Minna%20Jaegle%CC%81_1830.jpg?itok=8oPJFVPq" width="1090" height="1961" alt="Minna Jaeglé" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Minna Jaeglé (1830)&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;Am 27. Januar schreibt er an seine Verlobte Minna Jaeglé:&lt;/p&gt;

&lt;div class="align-center"&gt;
  
  
  &lt;div class="field field--name-field-media-audio-file field--type-file field--label-visually_hidden"&gt;
    &lt;div class="field--label sr-only"&gt;Audio file&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;audio controls="controls"&gt;&lt;source src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-06/Buechner_an%20Minna_0.mp3" type="audio/mpeg"&gt;&lt;/source&gt;&lt;/audio&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;div class="align-center"&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-06/Krautgarten_1.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Friedhof Krautgarten"}" role="button" title="Friedhof Krautgarten" data-colorbox-gallery="gallery-image-201-eJ5AOIzfpT0" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Friedhof Krautgarten"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-06/Krautgarten_1.jpg?itok=mOnXPYdC" width="600" height="435" alt="Friedhof Krautgarten" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Franz Hegi, Friedhof Krautgarten (Aquatinta, um 1855)&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;Georg Büchner wird auf dem nahe der Spiegelgasse gelegenen Friedhof «Krautgarten» beim &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/14"&gt;Bürle-Bau&lt;/a&gt; des heutigen Kunsthauses (Link) bestattet. Später wird Büchners Leichnam in die Germaniastrasse umgebettet. Dort am Rigiblick liegt der Freiheitsheld bis heute, bewacht von einer Linde, die anlässlich seines 200. Geburtstags kürzlich gepflanzt wurde. An der Spiegelgasse 12 erinnert heute eine Gedanktafel an den ersten Wohnort Georg Büchners in Zürich. R.K.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;div class="align-center"&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-06/Bu%CC%88chner_Grabstein_Germaniahu%CC%88gel_1.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Büchners Grabstein"}" role="button" title="Büchners Grabstein" data-colorbox-gallery="gallery-image-202-eJ5AOIzfpT0" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Büchners Grabstein"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-06/Bu%CC%88chner_Grabstein_Germaniahu%CC%88gel_1.jpg?itok=2DuthM2V" width="1090" height="909" alt="Büchners Grabstein" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Büchners Grabstein am Rigiblick &lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;(Foto: Paebi, © CC BY-SA 3.0)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;div class="align-center"&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-06/Bu%CC%88chner_Gedenktafel%20Spiegelgasse%2012_1.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Büchner Gedenktafel Spiegelgasse 12"}" role="button" title="Büchner Gedenktafel Spiegelgasse 12" data-colorbox-gallery="gallery-image-203-eJ5AOIzfpT0" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Büchner Gedenktafel Spiegelgasse 12"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-06/Bu%CC%88chner_Gedenktafel%20Spiegelgasse%2012_1.jpg?itok=-1DU5f0k" width="1090" height="473" alt="Büchner Gedenktafel Spiegelgasse 12" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Gedenktafel an der Spiegelgasse 12 &lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;(Foto: Jochen Teufel)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;
  
  &lt;div class="field field--name-field-ober-und-ordnungsbegriffe field--type-entity-reference field--label-above"&gt;
    &lt;div class="field--label"&gt;Ober- und Ordnungsbegriffe&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/282" hreflang="en"&gt;Exil&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/309" hreflang="en"&gt;Literatur, Dichtung&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;/div&gt;
      &lt;/div&gt;
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  <pubDate>Mon, 07 Jun 2021 02:34:18 +0000</pubDate>
    <dc:creator>admin</dc:creator>
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    </item>
<item>
  <title>August Adolf Ludwig Follen (1794-1855), Literat und Verleger</title>
  <link>https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/47</link>
  <description>
&lt;span&gt;August Adolf Ludwig Follen (1794-1855), Literat und Verleger&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;&lt;span lang="" about="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/user/1" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="" xml:lang=""&gt;admin&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;Sun, 06/06/2021 - 21:32&lt;/span&gt;

      &lt;div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Geboren in Giessen (Hessen) als Sohn eines Landrichters, studierte August Adolf Ludwig Follen an der dortigen Universität und in Heidelberg Philologie, Theologie und Recht. 1814 nahm er als Freiwilliger an den Befreiungskriegen gegen Napoleon teil und engagierte sich in den folgenden Jahren publizistisch in der deutschen Burschenschaftsbewegung. 1819-21 wegen „studentischer Umtriebe“ inhaftiert, floh er 1821 nach Aarau, wo er bis 1827 an der Kantonsschule deutsche Sprache und Literatur unterrichtete und&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt; eine der ersten literaturgeschichtlichen Anthologien für höhere Schulen verfasste.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Durch Heirat vermögend geworden, lebte er seit 1830 als Literat und Verleger in Zürich. Sein Haus (1835/36-39 im &lt;a href="../../node/34.html"&gt;„(Unteren) Sonnenbühl“&lt;/a&gt;, 1843-47 im &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/87"&gt;„Sonneck“&lt;/a&gt;) wurde Treffpunkt politischer Emigranten und einheimischer Liberaler. Hier trafen sich u.a. Michail Bakunin, &lt;a href="../../node/40.html"&gt;Georg Herwegh&lt;/a&gt;, August Heinrich Hoffmann von Fallerleben, Ferdinand Freiligrath, &lt;a href="../../node/46.html"&gt;Julius Froebel&lt;/a&gt; und der junge &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/62"&gt;Gottfried Keller&lt;/a&gt;. 1843-45 engagierte sich Follen finanziell in Froebels Verlag „Litterarisches Comptoir“ bis der „Züricher Atheismusstreit“ die beiden entzweite. 1847 erwarb Follen das Schloss Liebenfels im Thurgau, wo er nach der Niederschlagung der Revolution in Deutschland politischen Flüchtlingen Asyl bot. 1855 starb er verarmt in Bern. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;O.C.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;div class="align-center"&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-06/Z%C3%BCrcher_Atheismusstreit_Karikatur%20August%20Follen_0.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Zürcher Atheismusstreit"}" role="button" title="Zürcher Atheismusstreit" data-colorbox-gallery="gallery-image-204-jOD0uj-MA1Y" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Zürcher Atheismusstreit"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-06/Z%C3%BCrcher_Atheismusstreit_Karikatur%20August%20Follen_0.jpg?itok=PGC-Spv9" width="1090" height="774" alt="Zürcher Atheismusstreit" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Karikatur zum Atheismusstreit. August Follen schwingt die Feder gegen Arnold Ruge. Wochen-Zeitung, 27. Januar 1846.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;
  
  &lt;div class="field field--name-field-ober-und-ordnungsbegriffe field--type-entity-reference field--label-above"&gt;
    &lt;div class="field--label"&gt;Ober- und Ordnungsbegriffe&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/282" hreflang="en"&gt;Exil&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/309" hreflang="en"&gt;Literatur, Dichtung&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/315" hreflang="en"&gt;Nationalismus, Nationalstaat&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/328" hreflang="en"&gt;Revolution (1798, 1830, 1848)&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/340" hreflang="en"&gt;Wirtschafts- und Bildungselite&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;/div&gt;
      &lt;/div&gt;
</description>
  <pubDate>Mon, 07 Jun 2021 02:32:40 +0000</pubDate>
    <dc:creator>admin</dc:creator>
    <guid isPermaLink="false">47 at https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web</guid>
    </item>
<item>
  <title>Julius Froebel (1805-1893), Geograf, Verleger und Nationalist</title>
  <link>https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/46</link>
  <description>
&lt;span&gt;Julius Froebel (1805-1893), Geograf, Verleger und Nationalist&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;&lt;span lang="" about="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/user/1" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="" xml:lang=""&gt;admin&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;Sun, 06/06/2021 - 21:30&lt;/span&gt;

      &lt;div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Geboren in Griesheim (Thüringen) als Sohn eines Pfarrers und Bruder &lt;a href="../../node/45.html"&gt;Theodor Froebels&lt;/a&gt;, studierte Julius Froebel Geografie und Mineralogie in München, Jena, Weimar und Berlin. 1833 erhielt er auf Empfehlung Alexander von Humboldts in Zürich Lehraufträge an &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;den nach dem liberalen Umsturz 1832 neu gegründeten Bildungsinstitutionen: &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;als Mineraloge an der &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/96"&gt;Universität&lt;/a&gt; und als Geograf an der &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/25"&gt;Industrieschule&lt;/a&gt; (Vorläufer des MNG Rämibühl). &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2022-04/Julius-Fr%C3%B6bel%2B%C3%9Cber-das-Wesen-der-Bildung-%C3%BCberhaupt-und-in-s-Besondere-der-Volksbildung.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Julius Froebel 1837"}" role="button" title="Julius Froebel 1837" data-colorbox-gallery="gallery-image-469-jOD0uj-MA1Y" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Julius Froebel 1837"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2022-04/Julius-Fr%C3%B6bel%2B%C3%9Cber-das-Wesen-der-Bildung-%C3%BCberhaupt-und-in-s-Besondere-der-Volksbildung.jpg?itok=eAZuWpVb" width="918" height="1143" alt="Julius Froebel 1837" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Julius Froebel, Über das Wesen der Bidlung überhaupt und ins Besondere der Volksbildung. Programm der Zürcher Kantonsschule 1837.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;1838 heiratete er die Seidenfabrikantentochter Kleopha Zeller. Im „Straussenhandel“ politisch radikalisiert, legte der seit seiner Studienzeit politisch engagierte Froebel 1840 seine Lehrtätigkeiten nieder und gründete mit finanzieller Unterstützung seiner Frau das „Literarische Comptoir“, einen Verlag, der unter anderem &lt;a href="../../node/40.html"&gt;Georg Herweghs&lt;/a&gt; „Gedichte eines Lebendigen“, frühe Gedichte &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/62"&gt;Gottfried Kellers&lt;/a&gt; sowie Schriften Friedrich Engels und Ludwig Feuerbachs publizierte. Nach Kontakten mit dem &lt;a href="../../node/48.html"&gt;Büchner&lt;/a&gt;-Gefährten Wilhelm Weitling und Michail Bakunin des Kommunismus verdächtigt, mit seinem Freund und Unterstützer &lt;a href="../../node/47.html"&gt;August Follen&lt;/a&gt; zerstritten und mit dem Verlag finanziell gescheitert, kehrte Froebel 1845 nach Deutschland zurück. 1848/49 trat er während der Revolution publizistisch für die nationale Einigung und die Lösung der sozialen Frage ein, wurde Mitglied der Deutschen Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche und kämpfte im Wiener Oktoberaufstand. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2022-04/wasserzeichen-projekte.php%20bayer%20staatsbibl.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Julius Froebel 1848"}" role="button" title="Julius Froebel 1848" data-colorbox-gallery="gallery-image-470-jOD0uj-MA1Y" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Julius Froebel 1848"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2022-04/wasserzeichen-projekte.php%20bayer%20staatsbibl.jpg?itok=_VQIu3vd" width="1000" height="1449" alt="Julius Froebel 1848" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Titelblatt einer politischen Schrift Julius Froebels zur Revolution von 1848.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Zum Tode verurteilt und begnadigt, wanderte Froebel nach Amerika aus, wo er bis 1857 lebte. Zurück in Deutschland, gründete er 1862 den grossdeutsch orientierten „Deutschen Reformverein“. Nach der Niederlage Wiens im österreichisch-preussischen Krieg unterstützte er in der von ihm seit 1867 herausgegebenen „Süddeutschen Presse“ die Einigungsbestrebungen Bismarcks. Mit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 trat er unter anderem als Konsul in Smyrna und Algier in den Reichsdienst. 1888 zog er sich aus dem politischen Leben zurück und verbrachte die letzten Jahre in Zürich. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;O.C.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;div class="align-center"&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-06/800px-Julius_Fr%C3%B6bel_0.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Juliis Fröbel"}" role="button" title="Juliis Fröbel" data-colorbox-gallery="gallery-image-120-jOD0uj-MA1Y" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Juliis Fröbel"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-06/800px-Julius_Fr%C3%B6bel_0.jpg?itok=pVZaVyvq" width="800" height="1165" alt="Juliis Fröbel" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt; Julius Froebel. Lithographie von Valentin Schertle, 1848.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;
  
  &lt;div class="field field--name-field-ober-und-ordnungsbegriffe field--type-entity-reference field--label-above"&gt;
    &lt;div class="field--label"&gt;Ober- und Ordnungsbegriffe&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/282" hreflang="en"&gt;Exil&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/309" hreflang="en"&gt;Literatur, Dichtung&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/315" hreflang="en"&gt;Nationalismus, Nationalstaat&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/328" hreflang="en"&gt;Revolution (1798, 1830, 1848)&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/340" hreflang="en"&gt;Wirtschafts- und Bildungselite&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;/div&gt;
      &lt;/div&gt;
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  <pubDate>Mon, 07 Jun 2021 02:30:57 +0000</pubDate>
    <dc:creator>admin</dc:creator>
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    </item>
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  <title>Richard Wagner (1813-83), Komponist</title>
  <link>https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/44</link>
  <description>
&lt;span&gt;Richard Wagner (1813-83), Komponist&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;&lt;span lang="" about="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/user/1" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="" xml:lang=""&gt;admin&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;Sun, 06/06/2021 - 20:10&lt;/span&gt;

      &lt;div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;In Leipzig geboren, wirkte Richard Wagner nach ersten bewegten Jahren in Würzburg, Magdeburg, London und Paris 1843-49 als Hofkapellmeister in Dresden. Hier komponierte er die Opern &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;„&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Tannhäuser&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt; und &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;„&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Lohengrin&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;. Nach der Niederschlagung der Revolution 1849 flüchtete er mit Franz Liszts Hilfe nach Zürich, &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Niederschlagung der Revolution 1849 flüchtete er mit Franz Liszts Hilfe nach Zürich, wo er in den &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/32"&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;„&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Escher-Häusern&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt; am Zeltweg wohnte. Mit der Aufführung von Beethoven-Sinfonien und von eigenen Werken in der Allgemeinen Musik-Gesellschaft sowie im Aktientheater bereicherte er das Zürcher Musikleben.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-06/Richard%20Wagner_0.jpeg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Richard Wagner"}" role="button" title="Richard Wagner" data-colorbox-gallery="gallery-image-131-844bFUsbkLg" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Richard Wagner"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-06/Richard%20Wagner_0.jpeg?itok=ctyT5ICF" width="450" height="615" alt="Richard Wagner" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Richard Wagner. Lithografie von Johann Caspar Scheuchzer um 1842.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;div class="align-center"&gt;
  
  
  &lt;div class="field field--name-field-media-audio-file field--type-file field--label-visually_hidden"&gt;
    &lt;div class="field--label sr-only"&gt;Audio file&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;audio controls="controls"&gt;&lt;source src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-06/Z%C3%BCricher%20Vielliebchen-Walzer_0.mp3" type="audio/mpeg"&gt;&lt;/source&gt;&lt;/audio&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;p&gt; Züricher Vielliebchen-Walzer, WWV 88 (1854)&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Im Gartenhaus der Villa Wesendonck (heute Museum Rietberg), in der er zeitweise als Gast des Seidenkaufmanns Otto Wesendonck lebte, entwarf er wesentliche Teile des &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;„&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Rings des Nibelungen&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;und verfasste Schriften, wie &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;„&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Die Kunst und die Revolution&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;, &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;„&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Das Kunstwerk der Zukunft&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt; und &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;„&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Oper und Drama&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;, aber auch das antisemitische Pamphlet &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;„&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Das Judentum in der Musik&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt; Mitte der 1850er Jahre gehörte er zu den Gästen &lt;a href="../../node/40.html"&gt;Georg und Emma Herweghs&lt;/a&gt;, in deren Wohnung deutsche, italienische, aber auch einheimische Künstler, Literaten und politische Aktivisten, wie z.B. &lt;a href="../../node/43.html"&gt;Gottfried Semper&lt;/a&gt;, Franz Liszt, Francesco de Sanctis (1817-83), Felice Orsini (1819-58) und &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/62"&gt;Gottfried Keller&lt;/a&gt;, verkehrten. 1&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;858-61 lebte er abwechselnd in Venedig, Paris und Luzern. Seine Liebe zu Mathilde Wesendonck, der Frau seines Zürcher Gastgebers, verarbeitete er in &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;„&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Tristan und Isolde&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;div class="align-center"&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-06/2-format43_0.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Reklame Liebig - Richard Wagner"}" role="button" title="Reklame Liebig - Richard Wagner" data-colorbox-gallery="gallery-image-132-844bFUsbkLg" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Reklame Liebig - Richard Wagner"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-06/2-format43_0.jpg?itok=SeR0bGDA" width="800" height="511" alt="Reklame Liebig - Richard Wagner" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Richard Wagner 1858 in der Villa Wesendonck. Sammelbild des sechsteiligen Kartensets 883 zu Liebigs Fleischextrakt. Um 1900. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;div class="align-center"&gt;
  
  
  &lt;div class="field field--name-field-media-audio-file field--type-file field--label-visually_hidden"&gt;
    &lt;div class="field--label sr-only"&gt;Audio file&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;audio controls="controls"&gt;&lt;source src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-06/Tr%C3%A4ume.mp3" type="audio/mpeg"&gt;&lt;/source&gt;&lt;/audio&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;p&gt; Wesendonck-Lieder, V. Träume, WWV 91 (1857-1858)&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;div class="align-center"&gt;
  
  
  &lt;div class="field field--name-field-media-audio-file field--type-file field--label-visually_hidden"&gt;
    &lt;div class="field--label sr-only"&gt;Audio file&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;audio controls="controls"&gt;&lt;source src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-06/Tristan%20und%20Isolde.mp3" type="audio/mpeg"&gt;&lt;/source&gt;&lt;/audio&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;p&gt; Tristan und Isolde, I. Einleitung, WWV 90 (1857-1859)&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;1866-72 weilte er mit Franz Liszts Tochter Cosima, die er nach ihrer Scheidung von Hans von Bülow 1870 heiratete, in Tribschen, wo ihn Friedrich Nietzsche mehrmals besuchte. Dort vollendete er auch die &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;„&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Meistersinger von Nürnberg&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt; und das für Cosima geschriebene &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;„&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Siegfried-Idyll&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;. Die letzten Jahre verbrachte er in Bayreuth, wo er den &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;„&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Ring des Nibelungen&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt; vollendete. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;O.C.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;div class="align-center"&gt;
  
  
  &lt;div class="field field--name-field-media-audio-file field--type-file field--label-visually_hidden"&gt;
    &lt;div class="field--label sr-only"&gt;Audio file&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;audio controls="controls"&gt;&lt;source src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-06/Walk%C3%BCrenritt.mp3" type="audio/mpeg"&gt;&lt;/source&gt;&lt;/audio&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;p&gt; Die Walküre, 3. Akt: Vorspiel, sog. Walkürenritt, WWV 86b (1856-1870)&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;
  
  &lt;div class="field field--name-field-ober-und-ordnungsbegriffe field--type-entity-reference field--label-above"&gt;
    &lt;div class="field--label"&gt;Ober- und Ordnungsbegriffe&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/282" hreflang="en"&gt;Exil&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/314" hreflang="en"&gt;Musik&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/315" hreflang="en"&gt;Nationalismus, Nationalstaat&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/325" hreflang="en"&gt;Rassismus&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/328" hreflang="en"&gt;Revolution (1798, 1830, 1848)&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;/div&gt;
      &lt;/div&gt;
</description>
  <pubDate>Mon, 07 Jun 2021 01:10:41 +0000</pubDate>
    <dc:creator>admin</dc:creator>
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    </item>
<item>
  <title>Gottfried Semper (1803-79), Architekt und Publizist </title>
  <link>https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/43</link>
  <description>
&lt;span&gt;Gottfried Semper (1803-79), Architekt und Publizist &lt;/span&gt;

&lt;span&gt;&lt;span lang="" about="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/user/1" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="" xml:lang=""&gt;admin&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;Sun, 06/06/2021 - 20:09&lt;/span&gt;

      &lt;div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;In Altona (Hamburg) in einer wohlhabenden Fabrikantenfamilie geboren, studierte Gottfried Semper in Göttingen, München und Paris. Durch Beobachtungen auf seiner Grand Tour durch Italien und Griechenland 1830-34 konnte er den Streit um die Frage, ob antike Architektur und Skulptur einfarbig oder bunt gewesen seien, zugunsten der Polychromie entscheiden. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
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&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2022-01/Semper%201836%20%28MKG%20Hamburg%29%20EG1994.1.350.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Semper Polychromie"}" role="button" title="Semper Polychromie" data-colorbox-gallery="gallery-image-361-maoF0NUJ2ps" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Semper Polychromie"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2022-01/Semper%201836%20%28MKG%20Hamburg%29%20EG1994.1.350.jpg?itok=HLxJFyz7" width="839" height="1200" alt="Semper Polychromie" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Sempers Rekonstruktion der farblichen Fassung des Gebälks des Athener Parthenons in der Schrift „Anwendung der Farben in der Architektur und Plastik des Alterthums … und des Mittelalters“. Kolorierte Lithografie, Dresden 1836.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;1834-49 wirkte er als Architekturprofessor an der Akademie in Dresden, wo er unter anderem mit dem Bau des Hoftheaters (1836-41) Aufsehen erregte. Nach der Niederschlagung der Revolution 1849 floh Semper nach London. &lt;a href="../../node/44.html"&gt;Richard Wagner&lt;/a&gt;, der Dresden 1849 ebenfalls verlassen musste und nach Zürich emigrierte, empfahl Semper mit Erfolg als Professor für das 1854 neu gegründete Eidgenössische Polytechnikum (seit 1905 ETH). Während seiner Zürcher Jahre 1855-71 baute Semper unter anderem den Kern das &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/97"&gt;Hauptgebäudes der ETH&lt;/a&gt; (1859-64, mit Johann Kaspar Wolff), die &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/109"&gt;Eidgenössische Sternwarte&lt;/a&gt; (1861-64), das &lt;a href="../../node/33.html"&gt;Wohn- und Geschäftshaus Fierz&lt;/a&gt; (1865-67) sowie das Stadthaus in Winterthur (1865-69, durch einen Anbau 1932-34 stark beeinträchtigt). &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2022-01/ETH%20Semper%20Winterthur%2020171101-160714-z524.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Semper Stadthaus Winterthur"}" role="button" title="Semper Stadthaus Winterthur" data-colorbox-gallery="gallery-image-363-maoF0NUJ2ps" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Semper Stadthaus Winterthur"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2022-01/ETH%20Semper%20Winterthur%2020171101-160714-z524.jpg?itok=87trV9Rq" width="1090" height="815" alt="Semper Stadthaus Winterthur" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Semper gestaltete das Winterthurer Stadthaus als Monument der kommunalen Autonomie, indem er die Tempelfront des Haupteingangs auf ein hohes Podium mit doppelläufiger Freitreppe stellte. Foto 1904.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Auch nicht realisierte Projekte hinterliessen Spuren, wie etwa der Entwurf für den Bahnhof der NOB in Zürich 1861. &lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Durch seine Lehrtätigkeit prägte er eine ganze Generation von Zürcher Architekten (ca. 220 Schüler), die im Stil der Semper‘schen Neurenaissance weiterbauten. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2022-02/Semper%20Projekt%20BAZ_065653.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Semper Bahnhofprojekt 1861"}" role="button" title="Semper Bahnhofprojekt 1861" data-colorbox-gallery="gallery-image-429-maoF0NUJ2ps" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Semper Bahnhofprojekt 1861"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2022-02/Semper%20Projekt%20BAZ_065653.jpg?itok=rIcXEhZd" width="1090" height="517" alt="Semper Bahnhofprojekt 1861" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Im Auftrag Alfred Eschers baute Jakob Friedrich Wanner (1830-1903) 1865-71 den Bahnhof der NOB (heute Hauptbahnhof) unter Verwendung von Sempers Projekt von 1861, das eine am Vorbild römischer Thermen orientierte Bahnhofhalle vorsah. Gottfried Semper, Projektzeichnung 1861.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Von grossem Einfluss waren auch seine Schriften, so das 1860-63 erschienene Hauptwerk &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;„&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Der Stil in den technischen und tektonischen Künsten, oder praktische Ästhetik&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;, auf das später die niederländische Bewegung &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;„&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;de Stijl&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt; direkten Bezug nahm. 1871-76 wirkte Semper bei der Erweiterung der kaiserlichen Hofburg in Wien (Neue Burg, Hofmuseen und Burgtheater) mit. In den letzten Lebensjahren konzentrierte er sich auf die Fertigstellung der Oper in Dresden (heute &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;„&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Semper-Oper&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;), nachdem das von ihm errichtete Hoftheater 1869 abgebrannt war. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;O.C.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;div class="align-center"&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-06/image.imageformat.lightbox.74504493%20Gottfried%20Semper_0.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Gottfried Semper."}" role="button" title="Gottfried Semper." data-colorbox-gallery="gallery-image-209-maoF0NUJ2ps" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Gottfried Semper."}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-06/image.imageformat.lightbox.74504493%20Gottfried%20Semper_0.jpg?itok=85PYxOCC" width="600" height="800" alt="Gottfried Semper." loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Gottfried Semper. Foto 1865.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;
  
  &lt;div class="field field--name-field-ober-und-ordnungsbegriffe field--type-entity-reference field--label-above"&gt;
    &lt;div class="field--label"&gt;Ober- und Ordnungsbegriffe&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/275" hreflang="en"&gt;Bildung, Wissenschaft &lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/282" hreflang="en"&gt;Exil&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/322" hreflang="en"&gt;Neurenaissance&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/331" hreflang="en"&gt;Staatsbau (Verwaltung, Kultur, Gesundheit)&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/340" hreflang="en"&gt;Wirtschafts- und Bildungselite&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;/div&gt;
      &lt;/div&gt;
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  <pubDate>Mon, 07 Jun 2021 01:09:18 +0000</pubDate>
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  <title>Georg Herwegh (1817-75), Dichter, Revolutionär und Sozialist</title>
  <link>https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/40</link>
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&lt;span&gt;Georg Herwegh (1817-75), Dichter, Revolutionär und Sozialist&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;&lt;span lang="" about="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/user/1" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="" xml:lang=""&gt;admin&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;Sun, 06/06/2021 - 20:04&lt;/span&gt;

      &lt;div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;In Stuttgart als Sohn eines Gastwirts geboren, studierte Georg Herwegh&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;Rechtswissenschaften und Theologie in Tübingen, wo er sich auch in der radikal-liberalen Burschenschaftsbewegung engagierte. Seit 1836 als freier Schriftsteller tätig, entzog er sich 1839 der Zwangsrekrutierung zur württembergischen Armee durch Flucht nach Zürich, wo er im Kreis deutscher Emigranten um &lt;a href="../../node/47.html"&gt;August Follen&lt;/a&gt; gut aufgenommen wurde. Hier erschienen auch die zwei Bände der „Gedichte eines Lebendigen“ (1841/43), die ihn über Nacht berühmt machten. In diesen Jahren schrieb er für &lt;a href="../../node/46.html"&gt;Julius Froebels&lt;/a&gt; Wochenzeitung „Schweizer Republikaner“ sowie für die von Karl Marx herausgegebene „Rheinische Zeitung“. Auf Reisen lernte er Heinrich Heine, Ludwig Feuerbach und Michail Bakunin kennen. Nach der Heirat mit Emma Siegmund (1817-1904), der Tochter eines Berliner Bankiers, übersiedelte das Paar 1843 nach Paris. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;div class="align-center"&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-06/n-wide2x-16x9-fill%20herwegh_0.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Georg Herwegh"}" role="button" title="Georg Herwegh" data-colorbox-gallery="gallery-image-213-ffzJ2Yi5a_A" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Georg Herwegh"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-06/n-wide2x-16x9-fill%20herwegh_0.jpg?itok=rA2RlWEB" width="675" height="1013" alt="Georg Herwegh" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Georg Herwegh 1843 in Zürich, Ölgemälde von Conrad Hitz.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;1848 beteiligten sich die beiden am liberal-republikanischen Aufstand im Grossherzogtum Baden. Nach dessen Scheitern flohen sie über die Schweiz zurück nach Paris. Vier Jahre später liessen sie sich wieder in Zürich nieder. Trotz zunehmend prekärer Finanzlage pflegten die Herweghs einen grossbürgerlichen Lebensstil und empfingen in ihrer Wohnung, 1862-66 im &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/79"&gt;„Schanzenberg“&lt;/a&gt;, neben Vertretern der deutschen und italienischen Emigration, wie z.B. &lt;a href="../../node/44.html"&gt;Richard Wagner&lt;/a&gt;, &lt;a href="../../node/43.html"&gt;Gottfried Semper&lt;/a&gt; und Franz Liszt, Francesco de Sanctis (1817-83) und Felice Orsini (1819-58), auch &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/62"&gt;Gottfried Keller&lt;/a&gt;. Nach der Begegnung mit Ferdinand Lassalle 1861, während dessen Besuch in Zürich, wandte sich Herwegh dessen genossenschaftlichem Sozialismus zu. 1863 wurde er zum Schweizer Bevollmächtigen des von Lasalle mitgegründeten „Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins“, dessen sofort verbotenes „Bundeslied“ er als Hymne auf das revolutionäre Proletariat verfasste. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
  &lt;div class="field field--name-field-media-audio-file field--type-file field--label-visually_hidden"&gt;
    &lt;div class="field--label sr-only"&gt;Audio file&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;audio controls="controls"&gt;&lt;source src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-07/Bundeslied2.mp3" type="audio/mpeg"&gt;&lt;/source&gt;&lt;/audio&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Bundeslied des "Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins"&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;1866 kehrte er nach Deutschland zurück, wurde noch im gleichen Jahr Ehrenkorrespondent der &lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;„&lt;/span&gt;Ersten Internationale&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;“&lt;/span&gt;&lt;span&gt; und schloss sich 1869 der von August Bebel und &lt;span&gt;&lt;span&gt;Wilhelm Liebknecht&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; gegründeten marxistisch-revolutionären &lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;„&lt;/span&gt;Sozialdemokratischen Arbeiterpartei&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;“&lt;/span&gt;&lt;span&gt; an, für deren Blatt &lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;„&lt;/span&gt;Der Volksstaat&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;“&lt;/span&gt; &lt;span&gt;er fortan schrieb. 1875 starb er bei Baden-Baden und wurde auf eigenen Wunsch in republikanischer Erde in Liestal bestattet. &lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;O.C.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;
  
  &lt;div class="field field--name-field-ober-und-ordnungsbegriffe field--type-entity-reference field--label-above"&gt;
    &lt;div class="field--label"&gt;Ober- und Ordnungsbegriffe&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/282" hreflang="en"&gt;Exil&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/309" hreflang="en"&gt;Literatur, Dichtung&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/328" hreflang="en"&gt;Revolution (1798, 1830, 1848)&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/329" hreflang="en"&gt;Sozialismus&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;/div&gt;
      &lt;/div&gt;
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  <pubDate>Mon, 07 Jun 2021 01:04:22 +0000</pubDate>
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