<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:foaf="http://xmlns.com/foaf/0.1/" xmlns:og="http://ogp.me/ns#" xmlns:rdfs="http://www.w3.org/2000/01/rdf-schema#" xmlns:schema="http://schema.org/" xmlns:sioc="http://rdfs.org/sioc/ns#" xmlns:sioct="http://rdfs.org/sioc/types#" xmlns:skos="http://www.w3.org/2004/02/skos/core#" xmlns:xsd="http://www.w3.org/2001/XMLSchema#" version="2.0" xml:base="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/">
  <channel>
    <title>Imperialismus</title>
    <link>https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/</link>
    <description/>
    <language>en</language>
    
    <item>
  <title>Otto Schlaginhaufen (1879-1973), Sozialanthropologe </title>
  <link>https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/84</link>
  <description>
&lt;span&gt;Otto Schlaginhaufen (1879-1973), Sozialanthropologe &lt;/span&gt;

&lt;span&gt;&lt;span lang="" about="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/user/16" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="" xml:lang=""&gt;ottavio.clavuot&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;Sun, 12/05/2021 - 11:06&lt;/span&gt;

      &lt;div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;In St. Gallen als Sohn eines „Warenagenten“ in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen geboren, besuchte Otto Schlaginhaufen 1894-97 die &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/25"&gt;Kantonsschule&lt;/a&gt; in Zürich, wo er auch das Studium am 1899 neu gegründeten, ersten schweizerischen Institut für Anthropologie bei Professor Rudolf Martin (1864-1925) aufnahm. Martin, an der Ecole d’Anthropologie in Paris beim Chirurgen und Anatomen Paul Broca (1824-80) ausgebildet, verstand die Anthropologie als naturwissenschaftliche, auf Messungen beruhende Disziplin mit der Aufgabe, im Sinne Darwins die Stammesgeschichte des Menschen im Gesamtzusammenhang der Naturgeschichte zu erforschen. Dabei ging er davon aus, dass sich durch Vererbung verschiedene Rassen ausgebildet hätten, deren psychische und geistige Eigenschaften mit bestimmten körperlichen Merkmalen, wie z.B. Schädelform und Hirnvolumen, Hand-, Fuss- und Beckenform, korrelierten. In seiner Dissertation, einer vergleichenden Studie über Fuss- und Handabdrücke von 51 „westafrikanischen Negern“, die 1903 im Zürcher Panoptikum zu sehen waren, 82 Europäern, einigen Asiaten und Affen kam Schlaginhaufen zum Schluss, dass die „westafrikanischen Neger“ in der menschlichen Stammesgeschichte eine Mittelstellung zwischen Affen und Menschen einnähmen. Als Assistent am Anthropologischen Institut widmete er sich vor allem der Verbesserung der Instrumente für Schädelvermessungen, bis er 1905 eine temporäre Anstellung am Völkerkundemuseum in Berlin erhielt. Dessen Direktor Felix von Luschan (1854-1924) übertrug ihm die Inventarisierung der Schädelsammlung des Pathologen und Anthropologen Rudolf Virchow (1821-1902) und führte ihn in den Kreis damals führender deutscher Rassenhygieniker, wie etwa Ernst Haeckel (1834-1919) und Alfred Ploetz (1860-1940), ein. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-12/%C3%9Cbersicht_Der_Deutschen_Besitzungen_im_Stillen_Ozean.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Deutsch Guinea 1914"}" role="button" title="Deutsch Guinea 1914" data-colorbox-gallery="gallery-image-287-bc6FsSMCnSU" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Deutsch Guinea 1914"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-12/%C3%9Cbersicht_Der_Deutschen_Besitzungen_im_Stillen_Ozean.jpg?itok=nga5U2zD" width="1019" height="1029" alt="Deutsch Guinea 1914" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Karte Deutsch-Guineas 1914. Deutsches Koloniallexikon, Leipzig 1920.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;1907 warb ihn Felix von Luschan für die „Deutsche Marine-Expedition“ nach Neu-Mecklenburg und im Bismarck-Archipel vom Anthropologisch-ethnografischen Museum in Dresden ab. Die Forschungsexpedition sollte von der westlichen Zivilisation noch weitgehend unberührte melanesische Bevölkerungsgruppen anthropologisch untersuchen und Zeugnisse ihrer Kultur für das Berliner und Dresdner Museum sammeln, bevor sie als Folge von Kolonisation und Zivilisierung untergehen würde. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-12/Screenshot%202021-11-13%20at%2017-19-48%20Gruppenportrait%20%28Forschungsreise%20durch%20Deutsch-Guinea%201909%29%20-%20Deutsche%20Digitale%20Bibliothek.png" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Gruppenportrait (Forschungsreise durch Deutsch-Guinea 1909)"}" role="button" title="Gruppenportrait (Forschungsreise durch Deutsch-Guinea 1909)" data-colorbox-gallery="gallery-image-284-bc6FsSMCnSU" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Gruppenportrait (Forschungsreise durch Deutsch-Guinea 1909)"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-12/Screenshot%202021-11-13%20at%2017-19-48%20Gruppenportrait%20%28Forschungsreise%20durch%20Deutsch-Guinea%201909%29%20-%20Deutsche%20Digitale%20Bibliothek.png?itok=c7RgVRiZ" width="806" height="582" alt="Gruppenportrait (Forschungsreise durch Deutsch-Guinea 1909)" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Otto Schlaginhaufen in Paup mit Eingeborenen während der Forschungsreise durch Deutsch-Guinea, 1909.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Aufgrund ihrer körperlichen Eigenschaften und ihrer Kultur galten die Melansier als noch primitiver als die Schwarzen Afrikas und daher als geeignet für einen Blick in die Frühzeit der menschlichen Species. Als Mitglied des zunächst vierköpfigen Forscherteams verbrachte Schlaginhaufen zwei Jahre im südlichen Teil Neu-Mecklenburgs –  überwiegend in Muliama – und auf Papua, führte an 1200 Einheimischen Vermessungen durch, notierte Beobachtungen zu Sprache, Kultur, Natur und Geografie, zeichnete, fotografierte, machte Tonaufnahmen mit dem Phonographen, erwarb 420 Schädel Verstorbener und sammelte Hunderte von Objekten. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
  &lt;div class="field field--name-field-media-audio-file field--type-file field--label-visually_hidden"&gt;
    &lt;div class="field--label sr-only"&gt;Audio file&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;audio controls="controls"&gt;&lt;source src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2022-01/Otto%20Schlaginhaufen%20Tagebuch-converted.mp3" type="audio/mpeg"&gt;&lt;/source&gt;&lt;/audio&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Aus den Aufzeichnungen Otto Schlaginhaufens in Deutsch-Guinea 1907/08.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Nach seiner Rückkehr präsentierte das Dresdner Museum 1910 das Material in einer Ausstellung. Bereits im folgenden Jahr trat Schlaginhaufen die Nachfolge seines aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Lehrers Rudolf Martin als Professor für Anthropologie an der &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/96"&gt;Universität&lt;/a&gt; Zürich an. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-12/lossy-page1-800px-%28UAZ%29_AB.1.0873_Schlaginhaufen.tif_.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Otto Schlaginhaufen"}" role="button" title="Otto Schlaginhaufen" data-colorbox-gallery="gallery-image-286-bc6FsSMCnSU" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Otto Schlaginhaufen"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-12/lossy-page1-800px-%28UAZ%29_AB.1.0873_Schlaginhaufen.tif_.jpg?itok=KRWOb1zc" width="800" height="1152" alt="Otto Schlaginhaufen" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Otto Schlaginhaufen. 1914.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Ganz im Trend der damaligen rassehygienischen und eugenischen Debatte, die die natürliche Selektion durch Zivilisation und Humanität eingeschränkt und dadurch den Fortbestand des Volkes durch Dekadenz (tiefe Geburtenrate), Entwurzelung (Alkoholismus) und Verfremdung (sinkende Qualität des Erbguts) gefährdet sah, positionierte er sich als Sozialanthropologe: Er forderte eine systematische Vererbungsforschung und rassenkundliche Untersuchung der Schweizer Bevölkerung als wissenschaftliche Grundlage eugenischer Massnahmen. Darin bestätigt sah er sich durch die negative Selektionswirkung des 1. Weltkriegs, der die Kampffähigen dezimiere, während die Untauglichen zuhause überlebten. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
  &lt;div class="field field--name-field-media-audio-file field--type-file field--label-visually_hidden"&gt;
    &lt;div class="field--label sr-only"&gt;Audio file&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;audio controls="controls"&gt;&lt;source src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2022-01/Otto%20Schlaginhaufen%20Vortrag%201915-converted.mp3" type="audio/mpeg"&gt;&lt;/source&gt;&lt;/audio&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Vortrag Otto Schlaginhaufens an der Jahresversammlung des Zürcher Hochschulvereins in Horgen über Sozialanthropologie und Krieg im Herbst 1915.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-12/P1030481%20%282%29.JPG" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Anthropologisches Institut 1936"}" role="button" title="Anthropologisches Institut 1936" data-colorbox-gallery="gallery-image-285-bc6FsSMCnSU" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Anthropologisches Institut 1936"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-12/P1030481%20%282%29.JPG?itok=aPw49BLF" width="1090" height="886" alt="Anthropologisches Institut 1936" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Kurslaboratorium des Anthropologischen Instituts der Universität im Stockargut (Künstlergasse 15), 1936.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Schlaginhaufens Anliegen teilte der Ingenieur und Industrielle Julius Klaus (1849-1920) aus Uster, der sein Vermögen testamentarisch der „Julius Klaus-Stiftung für Vererbungsforschung, Sozialanthropologie und Rassenhygiene“ vermachte und Otto Schlaginhaufen als Präsident auf Lebenszeit einsetzte. Die Stiftung sollte die Forschung auf dem Gebiet der Vererbungslehre und darauf aufbauend konkrete rassenhygienische Massnahmen fördern. In den folgenden drei Jahrzehnten konnte Schlaginhaufen nicht zuletzt dank der beträchtlichen Mittel der Stiftung sein Universitätsinstitut zum Zentrum der schweizerischen sozialanthropologischen und eugenischen Forschung machen. So finanzierte die Stiftung z.B. seine 1927-33 an 35'400 Schweizer Rekruten durchgeführten anthropologischen Untersuchungen, deren Auswertung ihn zum Schluss führten, dass die Schweizer keine eigene Rasse, sondern ein rassisch vielfältig gemischtes Volk seien. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-12/134f0e35-a46e-4699-bc88-5cfda9b77cb7.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Rekrutenvermessung"}" role="button" title="Rekrutenvermessung" data-colorbox-gallery="gallery-image-288-bc6FsSMCnSU" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Rekrutenvermessung"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-12/134f0e35-a46e-4699-bc88-5cfda9b77cb7.jpg?itok=BtrXX9Z-" width="751" height="1047" alt="Rekrutenvermessung" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Rekrutenvermessung im Rahmen von Schlaginhaufens sozialanthropologischen Projekt auf der Suche nach einer alpinen Rasse, um 1930.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Er war zudem in der nationalen und internationalen Community der Rassenhygieniker bestens vernetzt: 1920 war er einer der Mitbegründer der „Schweizerischen Gesellschaft für Anthropologie“ und der populärwissenschaftlichen, sozialhygienische und eugenische Forderungen vertretenden Zeitschrift „Natur und Mensch“, 1923 wurde er Mitglied der „Deutschen Gesellschaft für Vererbungswissenschaft“, 1926 der „Deutschen Gesellschaft für Blutgruppenforschung“, seit 1927 engagierte er sich in der „International Federation of Eugenic Organisations“. Nach 1933 war die Kooperation deutscher Anthropologen mit den Nationalsozialisten für Schlaginhaufen kein Grund, sich von ihnen zu distanzieren oder von ihnen dominierte Tagungen zu meiden. Konsequent gab er sich unpolitisch und beanspruchte den Status reiner Wissenschaftlichkeit. Gleichzeitig unterstützte die Julius Klaus-Stiftung etwa die Propagierung der Erbverantwortung Heiratswilliger durch die Zentralstelle für Ehe- und Sexualberatung oder die Vererbungsforschungen Eugen Bleulers (1857-1939), der die von seinem Vorgänger Auguste Forel (1848-1931) 1886 erstmals in Europa an der Psychiatrischen Universitätsklinik Burghölzli durchgeführte, seit 1900 in der Schweizer Psychiatrie verbreitete Sterilisierung von Geisteskranken aus sozialen und eugenischen Gründen grosszügig praktizierte. Die &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/51"&gt;Schweizerische Landesausstellung 1939&lt;/a&gt; bot Schlaginhaufen die Gelegenheit, die Ergebnisse seiner Rekrutenstudie zu präsentieren, die ganz zum Volkskonzept der &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/51"&gt;Geistigen Landesverteidigung&lt;/a&gt; passten. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-12/P1040302%20%282%29.JPG" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Landi Schweizer Volk"}" role="button" title="Landi Schweizer Volk" data-colorbox-gallery="gallery-image-320-bc6FsSMCnSU" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Landi Schweizer Volk"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-12/P1040302%20%282%29.JPG?itok=K1zShXV3" width="1090" height="790" alt="Landi Schweizer Volk" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Das Schweizer Volk in Bildern an der Landi 1939. Die Julius Klaus-Stiftung unterstützte die Herstellung der Fotos verschiedener Schweizer Rassetypen, der "charakteristischen Schweizerköpfe", für die Abteilung "Volk und Heimat" an der Landesausstellung finanziell.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Nach dem 2. Weltkrieg war das noch aus dem 19. Jahrhundert stammende anthropologische Rassekonzept durch die planmässige NS-Ausrottungspolitik diskreditiert und durch die aufkommende medizinische Genetik und die Molekularbiologie methodisch überholt, doch Schlaginhaufen und die Julius Klaus-Stiftung sahen sich weder zu einer klärenden Stellungnahme noch zu Veränderungen ihrer Arbeitsfelder und -methoden veranlasst. Erst mit Schlaginhaufens Emeritierung 1951 kam es zu einer Neuorientierung des Instituts für Anthropologie, die sich auch in der Ausquartierung des Büros der Julius Klaus-Stiftung und der Schädelsammlung des Professors an die &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/82"&gt;Gemeindestrasse 5&lt;/a&gt; manifestierte. Räumlich und personell abgeschnitten vom aktuellen Forschungsbetrieb verloren die Stiftung und ihr Präsident bis zu dessen Rücktritt 1968 immer mehr ihre einstige Bedeutung. Danach fand die Stiftung wieder den Anschluss an die Zeit. 1971 wurden die Statuten überarbeitet und die Stiftung in &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;„Julius Klaus-Stiftung für Genetik und Sozialanthropologie“ umbenannt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;O.C.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;
  
  &lt;div class="field field--name-field-ober-und-ordnungsbegriffe field--type-entity-reference field--label-above"&gt;
    &lt;div class="field--label"&gt;Ober- und Ordnungsbegriffe&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/342" hreflang="en"&gt;Alumni und Unterrichtende der Kantonsschulen Rämibühl&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/275" hreflang="en"&gt;Bildung, Wissenschaft &lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/286" hreflang="en"&gt;Geistige Landesverteidigung&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/289" hreflang="en"&gt;Gesundheit, Hygiene&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/297" hreflang="en"&gt;Imperialismus&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/316" hreflang="en"&gt;Nationalsozialismus&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/325" hreflang="en"&gt;Rassismus&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/338" hreflang="en"&gt;Weltkrieg (1. und 2.)&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;/div&gt;
      &lt;/div&gt;
</description>
  <pubDate>Sun, 05 Dec 2021 16:06:35 +0000</pubDate>
    <dc:creator>ottavio.clavuot</dc:creator>
    <guid isPermaLink="false">84 at https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web</guid>
    </item>
<item>
  <title>Wohn- und Geschäftshaus Fierz, Zürichbergstrasse 2, 4, 8</title>
  <link>https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/33</link>
  <description>
&lt;span&gt;Wohn- und Geschäftshaus Fierz, Zürichbergstrasse 2, 4, 8&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;&lt;span lang="" about="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/user/1" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="" xml:lang=""&gt;admin&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;Sun, 06/06/2021 - 19:29&lt;/span&gt;

      &lt;div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Hoch über dem &lt;a href="../../node/29.html"&gt;ehemaligen Rämibollwerk&lt;/a&gt; erbaute der Zimmermeister und Gastwirt &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/27"&gt;„Zum Pfauen“&lt;/a&gt; Jakob Hottinger (1794-1848) 1845 das stattliche klassizistische Haus „Zum (oberen) Sonnenbühl“. Ursprünglich als Erziehungsinstitut genutzt, gelangte es bereits 1851 in den Besitz des Baumwollgrosskaufmanns &lt;a href="../../node/3.html"&gt;Johann Heinrich Fierz&lt;/a&gt;, dem es als Wohn-, Büro- und Lagerhaus diente. 1864, als Fierz den aus Dresden zugewanderten Architekturprofessor am &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/97"&gt;Polytechnikum&lt;/a&gt;, &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/43"&gt;Gottfried Semper&lt;/a&gt;, mit der Planung eines Magazin- und Bürogebäudes sowie eines Pferdestalls mit Wagenremise beauftragte, gehörte ihm ein grosses Gelände im &lt;a href="../../node/35.html"&gt;Villenquartier am Rämi&lt;/a&gt;, das sich L-förmig von der Zürichbergstrasse bis zum &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/28"&gt;„(Kleinen) Freudenberg“&lt;/a&gt; erstreckte. Nach Sempers Plänen wurden 1865-67 das Magazin, Büros und Wohnungen aufnehmende Haupthaus und der durch eine breite, zu Hof und Garten hinaufführende Treppe getrennte Nebenbau (möglicherweise Waschhaus oder Gärtnerwohnung) mit Pergola errichtet. Mit der an italienischen Palazzi des Cinquecento orientierten Architektur stellte Semper den Bauherrn in die Tradition einflussreicher Kaufleute der Renaissance. Der kompakte und mächtige Kubus erscheint gegen die Strasse hin mit kräftig rustiziertem, durch vergitterte Rundbogen aufgelockertem Sockelgeschoss und darüber glatter durch Lisenen und Gesimse, an den risalitartig vorspringenden äusseren Achsen durch Serliana und Balkone gegliederter Sandsteinfassade. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-07/Semper%20A11_WuGH%20Fierz%2020_0181_F_20N%20.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Wohn- und Geschäftshaus Fierz"}" role="button" title="Wohn- und Geschäftshaus Fierz" data-colorbox-gallery="gallery-image-225-bc6FsSMCnSU" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Wohn- und Geschäftshaus Fierz"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-07/Semper%20A11_WuGH%20Fierz%2020_0181_F_20N%20.jpg?itok=pcp_SYaU" width="1090" height="821" alt="Wohn- und Geschäftshaus Fierz" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;p&gt;Wohn- und Geschäftshaus Fierz. Foto um 1900.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Auf den höher gelegenen Hof und Garten öffnet er sich mit dem Hauptportal in einer doppelgeschossigen Loggia zwischen Eckrisaliten. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2022-01/BAZ_005874.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Zürichbergstrasse 2 Hoffront"}" role="button" title="Zürichbergstrasse 2 Hoffront" data-colorbox-gallery="gallery-image-368-bc6FsSMCnSU" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Zürichbergstrasse 2 Hoffront"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2022-01/BAZ_005874.jpg?itok=_r1cdenc" width="1090" height="1155" alt="Zürichbergstrasse 2 Hoffront" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Gartenfront des Wohn- und Geschäftshauses.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Der Park war mit französisch-geometrischem Teil und englischem Landschaftsgarten geplant und scheint in den späten 1880er Jahren von der Firma &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/45"&gt;Froebel&lt;/a&gt; umgestaltet worden zu sein, &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;wie eine 1886-89 für Fierz’ Witwe angefertigte Planzeichnung Otto Froebels und des aus Belgien stammenden Gartenarchitekten Evariste Mertens (1846-1907) nahelegt. Auf Anna Katharina Fierz-Locher geht auch der Umbau des „(Oberen) Sonnenbühls“ zurück, dem 1878 der Neurenaissance-Mittelrisalit auf der Hofseite angefügt wurde. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;O.C.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2022-01/Oberes%20Sonnenb%C3%BChl%20Ostasiaten%20175%20Uni.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Oberes Sonnenbühl"}" role="button" title="Oberes Sonnenbühl" data-colorbox-gallery="gallery-image-372-bc6FsSMCnSU" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Oberes Sonnenbühl"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2022-01/Oberes%20Sonnenb%C3%BChl%20Ostasiaten%20175%20Uni.jpg?itok=MYZQ7h1T" width="763" height="505" alt="Oberes Sonnenbühl" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;An der Hoffassade des „(Oberen) Sonnenbühls“ kontrastiert der schlichte Klassizismus der 1840-er Jahre mit der monumental wirkenden Neurenaissance der 1870-er Jahre. &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2022-01/Sonnenb%C3%BChl%20%C3%96konomie%20BAZ_094752.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Sonnenbühl Ökonomiegebäude"}" role="button" title="Sonnenbühl Ökonomiegebäude" data-colorbox-gallery="gallery-image-369-bc6FsSMCnSU" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Sonnenbühl Ökonomiegebäude"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2022-01/Sonnenb%C3%BChl%20%C3%96konomie%20BAZ_094752.jpg?itok=1FhW4Cq6" width="1090" height="761" alt="Sonnenbühl Ökonomiegebäude" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Das 1866-67 nach Motiven von Gottfried Semper errichtete Ökonomiegebäude mit Wohnung, Stall und Remise wurde 1966 für Tiefgarage und Sportplatz der &lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/31"&gt;Kantonsschule Rämibühl&lt;/a&gt; abgebrochen.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;
  
  &lt;div class="field field--name-field-ober-und-ordnungsbegriffe field--type-entity-reference field--label-above"&gt;
    &lt;div class="field--label"&gt;Ober- und Ordnungsbegriffe&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/281" hreflang="en"&gt;Entfestigung &lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/287" hreflang="en"&gt;Geschäftshaus &lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/293" hreflang="en"&gt;Grosshandel&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/297" hreflang="en"&gt;Imperialismus&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/322" hreflang="en"&gt;Neurenaissance&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/337" hreflang="en"&gt;Villa &lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/339" hreflang="en"&gt;Wirtschaft, Wirtschaftsentwicklung, Wirtschaftspolitik &lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/340" hreflang="en"&gt;Wirtschafts- und Bildungselite&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;/div&gt;
      &lt;/div&gt;

            &lt;div class="field field--name-field-zur-karte field--type-text-long field--label-hidden field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="../../node/69.html"&gt;Zur Karte&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
      </description>
  <pubDate>Mon, 07 Jun 2021 00:29:48 +0000</pubDate>
    <dc:creator>admin</dc:creator>
    <guid isPermaLink="false">33 at https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web</guid>
    </item>
<item>
  <title>Johann Heinrich Fierz (1813-77), Kaufmann und Wirtschaftspolitiker</title>
  <link>https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/node/3</link>
  <description>
&lt;span&gt;Johann Heinrich Fierz (1813-77), Kaufmann und Wirtschaftspolitiker&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;&lt;span lang="" about="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/user/1" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="" xml:lang=""&gt;admin&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;Sun, 06/06/2021 - 02:31&lt;/span&gt;

      &lt;div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;In Meilen als Sohn eines Landwirts und Bezirksrichters geboren, gründete Johann Heinrich Fierz nach einer kaufmännischen Lehre in der Bauwollfabrik Hürlimann in Richterswil 1843 zusammen mit Heinrich Hüni ein eigenes Unternehmen. Seit 1845 verheiratet mit Anna Katharina Locher, der Tochter eines Stickerei-Industriellen, führte er ab 1850 einen selbständigen Handelsbetrieb für Baumwolle in Fluntern, wo er sich 1865-67 von &lt;a href="http://rämibühl.ch/web/node/43"&gt;Gottfried Semper&lt;/a&gt; ein repräsentatives &lt;a href="http://rämibühl.ch/web/node/33"&gt;Wohn- und Geschäftshaus&lt;/a&gt; erbauen liess. Als Grosskaufmann war er bestens vernetzt, pflegte Kontakte zu Salomon Volkart in Winterthur wie auch zu Alfred Escher und etablierte sich als eigentlicher Wirtschaftsführer der Nordostschweiz. Politisch liberal, war er 1855-74 Nationalrat und 1858-68 Mitglied des Zürcher Grossen Rats. 1856 gründete er zusammen mit Alfred Escher die Schweizerische Kreditanstalt, deren Direktor er 1857-59 war, mit dem Ziel die eigenständige Finanzierung der Industrialisierung und des Eisenbahnbaus zu gewährleisten. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
  &lt;div class="field field--name-field-media-audio-file field--type-file field--label-visually_hidden"&gt;
    &lt;div class="field--label sr-only"&gt;Audio file&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;audio controls="controls"&gt;&lt;source src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2022-05/Johan%20Heinrich%20Fierz%201.mp3" type="audio/mpeg"&gt;&lt;/source&gt;&lt;/audio&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Fierz an Alfred Escher, 12. August 1857.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Er engagierte sich 1857 bei der Gründung der Schweizerischen Exportgesellschaft, initiierte 1873 die Kaufmännische Gesellschaft in Zürich, die spätere Zürcher Handelskammer und setzte sich seit 1874 – wenn auch vergeblich – für die Gründung einer Handelshochschule ein. Handelsberater des Bundesrats, 1863 internationaler Handelskommissär der Schweiz in Paris, vertrat er 1869 die Schweiz bei der Einweihung des Suezkanals. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;div class="align-center"&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2021-06/Fierz_Johann_Heinrich_01_0.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Fierz Johann Heinrich"}" role="button" title="Fierz Johann Heinrich" data-colorbox-gallery="gallery-image-118-bc6FsSMCnSU" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Fierz Johann Heinrich"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2021-06/Fierz_Johann_Heinrich_01_0.jpg?itok=ivTbfipd" width="1000" height="1404" alt="Fierz Johann Heinrich" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Johann Heinrich Fierz. Druck, Orell Füssli, Zürich.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
  &lt;div class="field field--name-field-media-audio-file field--type-file field--label-visually_hidden"&gt;
    &lt;div class="field--label sr-only"&gt;Audio file&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;audio controls="controls"&gt;&lt;source src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2022-05/Johan%20Heinrich%20Fierz%202.mp3" type="audio/mpeg"&gt;&lt;/source&gt;&lt;/audio&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Fierz an Alfred Escher, 3. Oktober 1860.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;Als sozial denkender Unternehmer förderte Fierz die Einrichtung von Schulen für Unterbemittelte, die Gewährung von Lehrlingsstipendien und den Bau der ältesten Arbeitersiedlung Zürichs. &lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;1873-79 liess er in Aussersihl durch den von ihm mit Unterstützung von Zürcher Grossunternehmen gegründeten, gemeinnützigen Aktienbauverein 58 zum Verkauf bestimmte, kostengünstige Giebelhäuser in fünf Zeilen und eine Kinderkrippe errichten, deren Anlage sich als Gegenentwurf zu den Mietskasernen an der „cité ouvrière&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt; in Mühlhausen und der Rieter-Siedlung in Winterthur orientierte.  &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;O.C.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;figure role="group" class="align-center"&gt;&lt;div&gt;
  
  
            &lt;div class="field field--name-field-media-image field--type-image field--label-hidden field--item"&gt;
&lt;a href="https://xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/2022-04/BAZ_162145%20Johannesgasse.jpg" aria-controls="colorbox" aria-label="{"alt":"Fierzsiedlung Johannesgasse"}" role="button" title="Fierzsiedlung Johannesgasse" data-colorbox-gallery="gallery-image-468-bc6FsSMCnSU" class="colorbox" data-cbox-img-attrs="{"alt":"Fierzsiedlung Johannesgasse"}"&gt;&lt;img src="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/sites/default/files/styles/wide/public/2022-04/BAZ_162145%20Johannesgasse.jpg?itok=E4nN8k87" width="1090" height="670" alt="Fierzsiedlung Johannesgasse" loading="lazy" typeof="foaf:Image" class="img-responsive" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;
      
&lt;/div&gt;
&lt;figcaption&gt;Charakteristische Doppelwohnhauszeile mit Gärten der Fierz-Siedlung an der Johannesgasse. Foto um 1910.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;/div&gt;
  
  &lt;div class="field field--name-field-ober-und-ordnungsbegriffe field--type-entity-reference field--label-above"&gt;
    &lt;div class="field--label"&gt;Ober- und Ordnungsbegriffe&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--items"&gt;
              &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/293" hreflang="en"&gt;Grosshandel&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/297" hreflang="en"&gt;Imperialismus&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/332" hreflang="en"&gt;Städtebau, Siedlungs- und Raumplanung, Spekulation&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/339" hreflang="en"&gt;Wirtschaft, Wirtschaftsentwicklung, Wirtschaftspolitik &lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
          &lt;div class="field--item"&gt;&lt;a href="https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web/taxonomy/term/340" hreflang="en"&gt;Wirtschafts- und Bildungselite&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
              &lt;/div&gt;
      &lt;/div&gt;
</description>
  <pubDate>Sun, 06 Jun 2021 07:31:32 +0000</pubDate>
    <dc:creator>admin</dc:creator>
    <guid isPermaLink="false">3 at https://www.xn--rmibhl-bua9q.ch/web</guid>
    </item>

  </channel>
</rss>
